Religion

Religion gehört zur Bildung

Für den, der nichts von Jesus weiß, die 10 Gebote und das Gebot der Nächstenliebe nicht kennt, wer nichts vom Schöpfungsglauben der Bibel oder von der Hoffnung auf das Reich Gottes gehört hat, ist es schwierig, unsere Kultur und Gesellschaft zu verstehen. Literatur und Kunst, aber auch Kinofilme oder Parteiprogramme bleiben ohne biblische Grundkenntnisse und ohne Kenntnis der christlichen Tradition unverständlich.

Im Religionsunterricht lernen Jugendliche den christlich geprägten Hintergrund unserer Kultur und unserer sozialen Wertvorstellungen kennen. Deshalb ist der Religionsunterricht durch die Artikel 4 und 7 in unserem Grundgesetz verankert.

Warum Religionsunterricht in der Schule?

Manche sagen: Der Religionsunterricht ist ein Entgegenkommen an die Kirche. Das ist falsch. Der Religionsunterricht gehört zum Bildungsauftrag einer öffentlichen Schule.

Andere sagen: Mit dem Religionsunterricht will die Kirche in der Schule missionieren. Auch das ist falsch. Es geht nicht um die Interessen der Kirche, es geht um die Zukunft von Kindern und Jugendlichen.

In einer Welt, die sich rasch verändert und ihnen nicht immer freundlich begegnet, sollen sie Zuversicht und Orientierung für ihr Leben finden. Dabei will ihnen der Religionsunterricht helfen.

Was ist der Sinn des Lebens?

Gibt es Gott? Hat die Welt einen Sinn? Wohin führt das alles? Was ist der Sinn meines Lebens? Was kommt danach? Es gehört zum Menschsein, solche Fragen zu stellen.

Zu den besonderen Aufgaben des Religionsunterrichtes gehört es, diese Fragen wach zuhalten und immer wieder nach tragfähigen Antworten zu suchen.

Antworten auf Lebensfragen

Was ist wirklich wichtig? Was mache ich, wenn es Probleme gibt? Wie soll ich mich in Konflikten entscheiden? Woran kann ich mich halten?

Der Religionsunterricht ist das Schulfach, in dem Jugendliche über solche Probleme reden und Fragen erörtern können, die jeden Menschen beschäftigen. Schülerinnen und Schüler begegnen im Religionsunterricht Lehrerinnen und Lehrer, die sich ihren Fragen stellen und aus christlicher Orientierung dazu Stellung nehmen. Damit helfen sie den Kindern und Jugendlichen bei der Suche nach dem eigenen, persönlichen Weg.

Nicht alles glauben

Seelenwanderung und Astrologie, Schwarze Messen und Schamanisches Heilen, neue Sekten und fernöstliche Weisheiten – auf dem Markt der Religionen wird zur Zeit alles angeboten. Wer sich darin zurechtfinden will, braucht ein Mindestmaß an Kenntnissen, muss sich mit religiösen Fragen und Kriterien beschäftigt haben, um unterscheiden zu können.

Der Religionsunterricht hat dabei eine aufklärende Funktion. Denn er hilft, religiöse Vorstellungen bewusst zu machen, unter die Lupe zu nehmen und begründet zu beurteilen.

Kenntnisse über andere Religionen und Kulturen

Ohne Kenntnis ihrer religiösen Wurzeln bleiben fremde Kulturen unverständlich. Unwissenheit und Gleichgültigkeit erschweren die Verständigung zwischen den Religionen, Kulturen und Konfessionen.

Der Religionsunterricht kann wesentlich dazu beitragen, dass sich Jugendliche unterschiedlicher Herkunft mit Interesse, Respekt und Toleranz begegnen.

Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft fördern

In unserer Leistungs- und Erfolgsgesellschaft stehen arme und arbeitslose, kranke und behinderte Menschen oft am Rande. Auch unter Jugendlichen gibt es viele, die eher im Schatten des Wohlstands leben oder die persönliche Probleme haben. Von Gott her hat jeder Mensch eine unverlierbare Würde. Jeder ist einzigartig und verdient Achtung und Anerkennung.

Der Religionsunterricht leitet dazu an, Leid und Not anderer Menschen nicht zu übersehen, Unrecht und Unmenschlichkeit wahrzunehmen und über ihre Ursachen nachzudenken.

Dürfen wir alles, was wir können?

Alles scheint heute möglich zu sein: künstliches Leben, Eingriffe in menschliche Erbanlagen, gentechnisch erzeugte Lebensmittel, die Eroberung des Weltraums, die Ausplünderung der Ozeane, die elektronische Vernetzung der Menschheit, 100 Fernsehprogramme im Wohnzimmer. Der Religionsunterricht stellt die Frage nach der Verantwortung. Er ermöglicht Jugendliche, in ihrem Leben für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzutreten.

Informationen zur Teilnahme am Religionsunterricht

Der Religionsunterricht ist offen und einladend für alle SchülerInnen. Wer allerdings aus Gewissensgründen oder wegen der Zugehörigkeit zu einer anderen Religion nicht am Religionsunterricht teilnehmen kann, meldet sich ab und erhält ab der 9. Klasse Unterricht im Ersatzfach „Praktische Philosophie“.

Projekt im Religionsunterricht der Klassen 5 und 6: Aktion Weihnachtsgruß