Latein

Salvete discipulae discipulique!

Wozu heute noch Latein?

Latein ist die Sprache Roms. Sie hat aber über das Ende des römischen Reiches hinaus bis in die Neuzeit hinein als die bedeutendste Sprache im gesamten westlich orientierten Kulturkreis weitergelebt. In der Literatur des gesamten europäisch bestimmten Sprachraumes, der bildenden Kunst einschließlich der Architektur und der Inschriften, besonders aber auch in den Wissenschaften ist die Wirksamkeit des Latein heute noch fassbar. Latein ist lebendig auch in vielfältigen Ausformungen von Fremdwörtern und in der Fachterminologie der Wissenschaften (etwa in der Rechtswissenschaft, der Medizin und den Naturwissenschaften, der Philosophie und Theologie). Die Kenntnis des Lateinischen bietet daher den Schlüssel zum Verständnis vieler Bereiche unserer Gegenwart.

Kenntnisse im Lateinischen und die Fähigkeit, lateinische Originaltexte mit den entsprechenden Hilfen in die Muttersprache übertragen zu können, sind auch in der Gegenwart noch bedeutsam. Das Lateinische hat eine Basisfunktion  für die europäischen Sprachen. Eine grundlegende Einführung in die Sprachreflexion kann gerade im Lateinunterricht aufgrund der historischen Distanz besonders sinnvoll geleistet werden.

Charakteristisch für die Beschäftigung mit dem Lateinischen ist, dass

  • sie das Durchhaltevermögen und die Beharrlichkeit schult,
  • sie das genaue Hinsehen fordert,
  • sie das Ausprobieren und die Suche nach dem besten Ergebnis übt,
  • sie grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Grammatik und Stilistik schult.

Informationen zum Lateinunterricht

Latein wird am RBG ab der Jahrgangstufe 6 als zweite Fremdsprache unterrichtet und in der Oberstufe bis zum Ende der Einführungsphase angeboten.

Um das Latinum zu erlangen, muss das Fach bis zum Ende der Einführungsphase fortgeführt und mit der Note „ausreichend“ abgeschlossen werden.

In den Jahrgangstufen 6 und 7 ist Latein mit 4 Unterrichtsstunden wöchentlich vorgesehen, ab der Jahrgangsstufe 8 bis zur Einführungsphase sind es 3 Unterrichtsstunden.

In der sogenannten Lehrbuchphase (Jahrgangsstufe 6-8) arbeiten die Schülerinnen und Schüler überwiegend mit dem Lehrbuch (zurzeit Prima nova). Die Themenbereiche sind vielfältig, sie erstrecken sich von Schwerpunkten wie Alltagsleben in Rom über historische Themen bis hin zu mythologischen Themen.

In der Jahrgangsstufe 9 schließt sich die sogenannte Phase der Übergangslektüre an. Hier werden leichte oder vereinfachte Originaltexte gelesen, die die Schülerinnen und Schüler auf die Einführungsphase vorbereiten sollen.

In der Einführungsphase ist die Lektüre von schwierigeren Originaltexten vorgeschrieben. Dabei ist ein Halbjahr für poetische Texte und ein Halbjahr für Prosatexte vorgesehen.