Die jährliche Weimar-Fahrt des Rudolph-Brandes-Gymnasiums

Seit über 20 Jahren ist sie fester Bestandteil des Schulprogramms: die zweitägige Fahrt nach Weimar. Getragen von den Fachschaften Deutsch und Geschichte besucht alljährlich eine komplette Jahrgangstufe (zumeist in der Q1, zuweilen auch erst in der Q2) die Stadt, die wie keine zweite die „helle“ wie die „dunkle“ Seite der deutschen Geschichte auf so engem Raum vereinigt. Neben einer Stadtführung zur ersten Orientierung sind jedes Mal der Besuch des Goethe-Wohnhauses zusammen mit der erst vor wenigen Jahren eröffneten Goethe-Ausstellung im Nebengebäude

Erinnerungssteine

Erinnerungssteine

sowie der Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald die obligatorischen Pflichtprogrammpunkte. Darüber hinaus bekommen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, wahlweise das Schiller-Haus, das Liszt-Haus, Goethes Gartenhaus, die Anna-Amalia-Bibliothek, das Bauhausmuseum oder eine andere kulturell bedeutende Stätte aufzusuchen. Vor- und nachbereitet in den jeweiligen Deutsch- und Geschichtskursen, erleben die Schülerinnen und Schüler zwei interessante Tage, bei denen auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz kommt.

Verbrennungsöfen

Beklemmendes Gefühl: Verbrennungsöfen

Mit dem Weimar-Team unterwegs

Am 3. November 2016 haben wir uns auf den Weg gemacht: Auf nach Weimar.

Auch wenn das Sortieren der Schüler und das damit verbundene Feststellen, wer alles da war, anfangs nicht ganz geklappt hat, so haben wir es doch geschafft, mit leichter Verspätung los zufahren.

Nach guten vier Stunden kamen wir dann an unserer ersten Station, dem ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, an. Hier wurde uns ein Film vorgeführt und dann durften wir auf eigene Faust das Gelände besichtigen. Wer wollte, konnte aber auch eine exklusive Führung von Frau Bevers „buchen“. Sehenswert war auch eine Ausstellung, in der viele wichtige Geschehnisse, die damals passiert sind, aufgegriffen und erklärt wurden. Nach einem ca. zweistündigen Aufenthalt sind wir in das historische Zentrum von Weimar gefahren.

Dort angekommen wurden wir aufgeteilt und durch die Stadt geführt. Die Gruppe von Herrn Dr. Wiesekopsieker hatte sogar eine Führung von einer ehemaligen Bad Salzuflerin (und Schülerin unserer Schule!) bekommen; gezeigt wurden jeweils die wichtigsten Orte und Plätze der Stadt. Danach haben wir die Jugendherberge bezogen. Den Abend bekamen wir frei und konnten so die Zeit nutzen, um in die Stadt zu gehen und unseren riesigen Hunger zu stillen.

Am nächsten Tag sind wir gruppenweise ins Goethe-Haus gegangen. Dort haben wir eine Führung durch das Goethe-Haus (per Audio-Guide) und durch die Ausstellung (durch eine „lebendige“ Person) bekommen. Wir bekamen dadurch einen guten Eindruck, wie der Dichter früher gelebt haben muss und wie sehr er sich um das Erlangen von Wissen bemüht hat.

Auch danach hatten wir wieder Zeit für uns und um die Stadt zu erkunden. Schließlich war ja auch noch das Wahlprogramm zu absolvieren. Denn die Stadt hat viele interessante Orte. Nicht nur solche wie das Goethe-Haus. Etwas außerhalb liegt z.B. der historische Friedhof mit der Fürstengruft.

Auch wenn die Fürstengruft nicht wirklich sehenswert ist, so ist es der Friedhof drum herum auf jeden Fall. Es gibt viele prachtvolle Gräber und manchmal findet man sogar bekannte Namen.

Wer sich für Musik interessiert, sollte auf jeden Fall ins Liszt-Haus gehen. Im unteren Stockwerk hat man die Möglichkeit, einiges Interessantes über sein Leben an sich zu erfahren, aber auch Stücke von ihm zu hören. Im oberen Stockwerk kann man dann sein Heim besichtigen.

Auch das Bauhaus-Museum ist sehr interessant und sehenswert, wenngleich es in einigen Jahren durch einen deutlich größeren Neubau an anderer Stelle ersetzt werden soll.

Jedoch ist ein Punkt, den auch viele weiter empfehlen würden, die Anna-Amalia-Bibliothek. Es ist ein prachtvoller großer und vor allem hoher Raum mit Gemälden, einer großen Deckenbemalung, vielen Büsten und natürlich vielen alten Büchern in hohen Regalen.

Was man auch hier wie für die anderen Sehenswürdigkeiten positiv anmerken sollte, ist, dass man einen Audio-Guide erhalten hat, der einen durch die Ausstellungen geführt hat. Diese Guides waren immer im Preis mit enthalten.

Nach einem Gruppenfoto sind wir dann wieder nach Bad Salzuflen gefahren, wo wir um ca. 20:45 ankamen.

Text/Fotos: Janice Mayer, Nele Mantaj, Murat Akalar (Q 2)