Schülerinnen und Schüler des RBG zu Gast in Polen

Mit vielen neuen Eindrücken kehrten 16 Schülerinnen und Schüler unserer Schule aus unserem Nachbarland Polen zurück. Sie nahmen gemeinsam mit den Lehrkräften Dinah Heilmann und Burkhard Schmidt an einem Austausch mit unserer neuen Partnerschule, dem Lyzeum Nr. 14 in Breslau, teil. Mit viel Engagement hatte dort die Deutschlehrerin Karolina Ostaszewska-Herha den Besuch vorbereitet.

Auf dem Programm, das mit Mitteln des Erasmus+-Programms der Europäischen Union gefördert wurde, standen vielfältige Unternehmungen, die besonders der Frage nachgingen, inwieweit das deutsch-polnische Verhältnis auch heute noch von den Spuren nationalsozialistischer und sozialistischer Herrschaft geprägt ist. So gab es u.a. ein Treffen mit dem stellvertretenden Stadtpräsidenten Dr. Ryszard Kessler. Ausführlich tauschten sich Polen und Deutsche über die wichtigsten Politikfelder aus und Dr. Kessler betonte, dass die Erziehung zum kritischen Denken die Hauptaufgabe jeder Form von Bildung sein müsse.

Im Rahmen einer Stadtrallye wurde die City Breslaus ausführlich erkundet, die zu weiten Teilen im Zweiten Weltkrieg zerstört und dann nach historischen Vorbildern wiederaufgebaut wurde.

Mit einem ganztägigen Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz widmete sich die Gruppe dem dunkelsten Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte. Tief bewegt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler besonders angesichts der Originalzeugnisse aus der Zeit. So waren u.a. Koffer, Schuhe und Brillen zu sehen, deren Besitzer wenige Stunden oder gar Minuten nach ihrer Ankunft ermordet worden waren.

Neben diesen sehr ernsthaften Themen gab es während des Austauschs aber auch viele lockere Momente mit Spaß, Geselligkeit, sportlichen Unternehmungen und gemeinsamen Essensrunden.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig darin, dass die persönliche Begegnung zwischen Polen und Deutschen der beste Weg ist, um einen kleinen Schritt auf dem Weg zu einem Europa des Miteinanders zu gehen.