Deutsch-französische Freundschaft lebendig erlebt
Schüleraustausch zwischen dem Lycée Jean Vigo und dem Rudolph-Brandes-Gymnasium
Eine Woche voller Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und internationaler Zusammenarbeit liegt hinter den Schülerinnen und Schülern des Lycée Jean Vigo aus Millau (Frankreich) und des Rudolph-Brandes-Gymnasiums in Bad Salzuflen. Der diesjährige deutsch-französische Austausch stand ganz im Zeichen eines besonderen Projekts: Gemeinsam gestalteten die Jugendlichen eine zweisprachige Homepage, die Einblicke in ihren Austausch, ihre Schulen und ihre Erfahrungen geben soll.
Neben der Projektarbeit bot das Programm zahlreiche Möglichkeiten, die Region und ihre Geschichte kennenzulernen. Gleich zu Beginn wurden die Gäste im neuen Kurhaus von Bad Salzuflen vom Bürgermeister freundlich begrüßt. Anschließend durften die Schüler und Schülerinnen die Gradierwerke besichtigen und eines von innen und oben erkunden.
Ein Höhepunkt für viele waren die gemeinsamen Ausflüge: Wanderungen zu den Externsteinen und zum Hermannsdenkmal ermöglichten eindrucksvolle Blicke in die Landschaft und sorgten für zahlreiche gemeinsame Fotos. Sportlich ging es auf der Lemgoer Eisbahn weiter, wo sich deutsche und französische Jugendliche gemeinsam aufs glatte Eis wagten – oft mit viel Gelächter und gegenseitigen Hilfestellungen. Auch ein sportlicher Nachmittag in der Schule durfte nicht fehlen. Für kulturelle Abwechslung sorgte zudem ein Tagesausflug nach Bremen, wo die Schülerinnen und Schüler die berühmten Stadtmusikanten, den Marktplatz und das Schnoorviertel erkundeten.
Den emotionalen Abschluss der Woche bildete ein deutsch-französischer Abend, den Lehrkräfte und natürlich die Jugendlichen gemeinsam feierten. Es wurde gegessen, gelacht und getanzt.
Der Besuch war für alle Beteiligten nicht nur eine sprachliche Bereicherung, sondern vor allem eine wertvolle menschliche Erfahrung. Schon jetzt freuen sich viele auf das Wiedersehen im März in Millau – und darauf, das gemeinsame Abenteuer fortzusetzen.
Janina Schiewer, Französischlehrerin
Und die Schülerin Jonah Flaskämper aus der Q1 schreibt dazu:
Vom 01.12.2025 bis zum 08.12.2025 hatten wir Besuch von französischen Schülerinnen und Schülern. Während dieser Zeit haben sie uns durch unseren Alltag begleitet und wir haben ihnen nicht nur einen Einblick in unseren Schulalltag ermöglicht, sondern auch viele schöne gemeinsame Momente erlebt.
Als die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule angekommen sind, waren wir sehr nervös und wussten teilweise nicht genau, was uns bevorsteht. Gemeinsam mit den Lehrkräften haben wir die Externsteine, das Hermannsdenkmal und die Innenstadt von Bad Salzuflen besucht und haben uns gegenseitig unser Talent im Eislaufen bewiesen. Bei diesen Ausflügen haben wir uns zusätzlich französische und deutsche Musik vorgestellt und dies hat vielen das Kennenlernen erleichtert. Außerdem haben wir in der Schule an unseren Projekten gearbeitet, die sich unter anderem mit Sehenswürdigkeiten, dem Schulsystem und der Sprache beschäftigt haben. Uns wurde auch noch ausreichend Freizeit zur Verfügung gestellt, um uns mit Freunden zu treffen, um zum Beispiel zu backen oder den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Außerdem „war es sehr interessant den Austauschschüler/innen unsere typischen Abläufe und unsere Kultur nahe zu bringen“ (Milian Größchen, EF).
Am Wochenende haben wir ohne jegliches vorgegebenes Programm Zeit mit unseren Austauschschülerinnen und -schülern verbringen können. Wir hatten die Möglichkeit, uns beim Fußball-Gucken, Gesellschaftsspiele-Spielen, Besuch anderer Städte, Kochen oder bei Gesprächen besser kennenzulernen. Der krönende Abschluss des Austausches fand am letzten Abend statt, als sich fast alle Teilnehmenden zu einer Abschlussfeier versammelt haben, bei der wir den Austausch Revue passieren lassen konnten und noch einmal letzte gemeinsame Erinnerungen schaffen konnten.
Grundsätzlich kann man sagen, dass der Austausch ein tolles Erlebnis gewesen ist und wir sehr viele schöne und prägende Erinnerungen und Erfahrungen sammeln konnten. „Für mich war es ein ganz besonderes Erlebnis, da es der erste Austausch nach Corona war“ (Janina Schiewer, Französischlehrerin). Das zeigt, dass dieser Austausch nicht nur uns, sondern auch den Lehrkräften in Erinnerung bleiben wird.


