Eine Spende für das Kinder- und Jugendhospiz Bethel
Eigentlich war alles als „Vorweihnachtsaktion“ 2025 geplant. Gemeinsam überlegten meine Klasse 5a und ich als Klassenlehrerin, Spenden für einen gemeinnützigen / sozialen Zweck zu sammeln, im Bewusstsein, dass es vielen Menschen (und auch Tieren) nicht so gut ging wie uns selbst. Die Schülerinnen und Schüler nahmen die Idee gleich begeistert auf, und schnell wurden schon Vorschläge für mögliche Spendenziele überlegt und diskutiert. Lokal sollte es sein, für alle „greifbar“ und nicht so abstrakt, wer könnte am ehesten ein bisschen Hilfe gebrauchen und wie könnte diese Unterstützung überhaupt aussehen?
Schließlich entschied sich die Klasse mehrheitlich für eine Spende an das Kinder- und Jugendhospiz in Bielefeld Bethel. Die Mutter einer Schülerin hatte diese Einrichtung einmal im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit kennengelernt und sie ihrer Tochter vorgeschlagen. So recherchierten wir ebenfalls – was ist denn eigentlich ein Kinder- und Jugendhospiz, wer kann dort untergebracht werden, wie ist die Einrichtung organisiert? Schließlich stand fest: Dort sollte unsere Hilfe hingehen.
Die Kontaktaufnahme verlief sehr unkompliziert und freundlich. Doch um die etwas trubelige Weihnachtszeit erst einmal abzuwarten, vereinbarten wir, uns im neuen Jahr in Ruhe dahingehend auszutauschen, welche Sachspenden denn am meisten gebraucht würden. Wir bekamen eine Wunschliste mit vielen Büchern, Tonie-Figuren etc., so dass sich jedes Kind aus der Klasse auf freiwilliger Basis etwas davon auswählen und als Spende besorgen konnte, wenn er / sie es wollte. Auch Geldspenden waren möglich.
An dieser Stelle geht ein ganz großes Dankeschön an alle Eltern/Familien, dass sie mit ihrer großen Spendenbereitschaft diese Aktion zu so einem tollen Erfolg gemacht haben!
Am 30. April 2026 war es dann endlich soweit. Wir fuhren mit einer kleinen Delegation aus vier Kindern der 5a, einem Geschwisterkind und drei Müttern (danke fürs Fahren!) gemeinsam nach Bielefeld und wurden dort sehr herzlich von der Mitarbeiterin, Frau Anna Metzen, empfangen. Sie gab uns einen tollen Eindruck von der Arbeit dort, von der Organisation, der Finanzierung, den Menschen, den schönen, aber auch den traurigen Momenten und beantwortete dabei auch all unsere Fragen auf sehr freundliche und einfühlsame Art. Nach der Spendenübergabe gab es dann noch ein kleines Erinnerungsfoto und ein „Dankeschön“-Plakat, das wir in unserem Klassenraum aufhängen werden.
Wir freuen uns sehr, dass wir den Kindern und Jugendlichen eine Freude machen konnten. Doch auch wir selbst konnten von der Aktion, die von allen Beteiligten einen „Blick über den Tellerrand hinaus“ erforderte, profitieren und sind dankbar dafür.
Ute Jordan
