Virtueller CertiLingua Schüleraustausch mit Italien

Das erste Mal ohne Eltern ins Ausland reisen, in einer Gastfamilie wohnen und sich in einer fremden
Sprache und Kultur zurechtfinden – eine wertvolle Erfahrung für jeden Jugendlichen. Und eine
wesentliche Anforderung, wenn man das CertiLingua Zertifikat im Laufe der Qualifikationsphase
erlangen möchte.
Das CertiLingua® Zertifikat darf nur von akkreditierten Schulen vergeben werden. Seit 2017 darf das
Rudolph Brandes Gymnasium als zertifizierte Schule das CertiLingua-Exzellenzlabel verleihen.
CertiLingua® versteht sich als Exzellenzlabel, dessen Vergabe den Nachweis einer
überdurchschnittlichen Gesamtkompetenz voraussetzt. Konkret bedeutet das, dass die
Schülerinnen und Schüler gute bis sehr gute Leistungen in zwei modernen Fremdsprachen und in
einem bilingualen Sachfach (in Geschichte oder in Sozialwissenschaften) nachweisen müssen. Zudem
nehmen sie erfolgreich an einem internationalen Begegnungsprojekt (z.B. an einem
Schüleraustausch) teil.
Aber ein Schüleraustausch in Corona-Zeiten? Geht das überhaupt? Das Rudolph-Brandes-Gymnasium
in Bad Salzuflen lässt sich von der Corona-Pandemie nicht ausbremsen: Da ein Schüleraustausch
zurzeit weiterhin undenkbar ist, verlagerten sich die interkulturellen Begegnungen mit Schülerinnen
und Schülern aus der Schule Istituto Statale di Istruzione Superiore ITE-LL Gadda-Rosselli in Gallarate
in Italien erneut in den virtuellen Raum. Bereits vor etwa einem Jahr hatte das RBG einen
erfolgreichen digitalen Schüleraustausch mit Millau in Frankreich durchgeführt, aus dessen
Erfahrungen aktuell 14 EF und Q1 Schülerinnen und Schüler und zugleich CertiLingua Anwärterinnen
und –anwärter schöpfen konnten.
Wie ist es dazu überhaupt gekommen, dass das RBG plötzlich mit einer italienischen Schule
kooperierte? Alles hat mit einer Email angefangen, die Joanna Kucza als CertiLingua Koordinatorin an
20 europäische CertiLingua Schulen im Herbst 2020 schrieb, in der es um die Möglichkeit einer
digitalen Kooperation ging. Jede europäische CertiLingua Schule war und ist immer noch mit der
gleichen Herausforderung konfrontiert: interkulturelle Begegnungen ihren Schülerinnen und
Schülern trotz Pandemie zu ermöglichen. Damit war die Hoffnung groß, dass die anderen
europäischen Schulen auch die großen Vorteile einer digitalen Zusammenarbeit erkennen würden.
Tatsächlich bekundete die ITE-LL Gadda-Rosselli in Gallarate, Italien ihr Interesse an einem virtuellen
CertiLingua Projekt und ganz bald begannen die Vorbereitungen. Erstmal lernten sich die
Lehrerinnen kennen (Joanna Kucza vom RBG und Sabrina Norcini und Elena Uslenghi vom Gadda-
Rosselli), kurz danach stellten sich die Schülerinnen und Schüler in Kurzvideos gegenseitig vor. Das
ganze Projekt erstreckte sich über fast drei Monate im Frühjahr 2021 (immer
Donnerstagnachmittags) und fand in einem geschlossenen virtuellen Klassenzimmer der italienischen
Schule in englischer Sprache statt. In den ersten Gruppengesprächen tauschten sich die Schülerinnen
und Schüler über die aktuelle Corona-Situation aus, danach stellten sie ihre Region virtuell vor. Bei
dem eigentlichen Projektthema handelte es sich um die Frage nach der italienischen und deutschen
Mentalität. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich zunächst einmal mit dem Thema
„Mentalität“, bei dem auch Stereotypen eine Rolle spielen, auseinander. Danach entwickelten sie
Umfragen zu der Mentalität des jeweiligen anderen Landes, die sie anschließend ausgewertet und
online vorgestellt haben. Es war insgesamt sehr interessant zu erfahren, dass beispielsweise der
Ausdruck Mamma Mia tatsächlich sehr häufig von den Italienern im Alltag verwendet wird…und auch
Pizza wird wirklich geliebt:-) Ebenfalls pflegten die Italiener sehr enge Beziehungen zu ihren Familien und Freunden. Laut unseren Umfragen seien beispielsweise die (jungen) Deutschen sehr sportlich
und fahren wenig Auto und viel Fahrrad. Viele Deutsche möchten das Ausland nach dem Abitur
bereisen, anders als unsere italienischen Freunde.
Insgesamt beurteilen sowohl die deutsche als auch die italienische Seite das Projekt als sehr
gelungen und die virtuelle Erfahrung als kurzweilig und spannend. Obwohl nur digital, konnten aber
beide Seiten Einblicke in die andere Kultur und Mentalität bekommen.
Anfang Mai ging das Projekt leider schon zu Ende, das Projektende bedeutet aber gleichzeitig den
Beginn individueller virtueller CertiLingua Schülerprojekte mit unseren Partnern in Italien. Die
Kontakte sind geknüpft, die Sympathie auf beiden Seiten ist vorhanden, so dass weiteren virtuellen
Begegnungen nichts im Weg steht. Und hoffentlich wird aus den Online-Bekanntschaften nach der
Pandemie noch ein gegenseitiger Besuch im echten Leben.

Dritter Platz im Landeswettbewerb „Jugend forscht“

Die Lippische Landeszeitung berichtete am 26.05.2021.

Digitale Austauschreise mit Schülerinnen und Schülern aus Millau

Die Deutschlehrerin Aurélie Eson freut sich sehr über die Idee der Französischkolleginnen vom Rudolph-Brandes-Gymnasium und die positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler am Ende der digitalen Austauschreise. Foto: privat

Austausch während Corona – ist das möglich?

Da der gegenseitige Besuch des Rudolph-Brandes-Gymnasiums aus Bad Salzuflen und des Lycée Jean Vigo aus Millau aufgrund der Corona-Krise im letzten Schuljahr nicht stattfinden konnte, die Begegnung zwischen deutschen und französischen Schülerinnen und Schülern den Lehrerinnen der beiden Schulen jedoch besonders am Herzen liegt, organisierten Janina Schiewer und Tabea Brockmeier gemeinsam mit Aurélie Eson eine andere, neue Art des Austausches – einen digitalen Austausch. „Ich habe dieser originellen Innovation sofort zugestimmt, denn es war etwas Neues und vor allem bereichernd für unsere Schülerinnen und Schüler“, erklärt Aurélie Eson aus Millau begeistert.

Hierzu suchten die Lehrerinnen zunächst gemeinsam passende Paarungen anhand der „Steckbriefe“ der Französischlehrkräfte der Oberstufe. Geplant war es, die Austauschpartner in einer gemeinsamen Videokonferenz aller Teilnehmer bekannt zu machen. Da jedoch viele schon sehr neugierig waren und sich mithilfe der Steckbriefinformationen über die sozialen Netzwerke gesucht und kontaktiert hatten, war es nicht für alle die erste Begegnung. Den Lehrerinnen beider Schulen hat diese Neugierde gezeigt, dass das Projekt eine gute Idee war.
Es folgten Einzelgespräche, in denen sich die Austauschpartner kennenlernen konnten sowie Gruppenvideokonferenzen, bei denen gemeinsam die Unterschiede der Corona-Pandemie in Deutschland und Frankreich herausgearbeitet und in einer Präsentation zusammengestellt und schließlich in einer gemeinsamen Videokonferenz vorgestellt wurden. Hierbei wurde schnell deutlich, dass es sehr unterschiedliche Beschränkungen gab – in Frankreich waren diese deutlich strenger – und dass das Homeschooling am Rudolph-Brandes-Gymnasium deutlich verbindlicher stattfand. Jedoch gab es auch viele Gemeinsamkeiten, so war auch in Frankreich das Toilettenpapier als Erstes in den Läden vergriffen und die Jugendlichen vermissten alle ihre Freunde und Freizeitaktivitäten.
Joline Sudbrack (Q2) werden vor allem die lustigen Gespräche mit ihrem Austauschpartner in Erinnerung bleiben. Auch wenn ein digitaler Austausch keine reale Begegnung ersetzen kann, beurteilten die Schülerinnen und Schüler diese digitale Reise als eine besondere Erfahrung. „Wir konnten die französische Kultur selbst auf Distanz gut kennenlernen“ (Nikol Bryde, Q2). Carlotta Klieber (Q2) resümiert: „Der interkulturelle Austausch mit Millau hat uns sehr viel Freude bereitet“.

Diese positive Resonanz der Lernenden erfreute die Lehrkräfte beider Schulen sehr, sodass sie erwägen, auch in Zukunft digitale Austauschprojekte zu organisieren. Denn die Zusammenarbeit der Nachbarländer ist ihnen sehr wichtig, besonders in dieser schwierigen Situation. Weiterhin hoffen die Lehrerinnen auf eine erfolgreiche Durchführung des richtigen Austausches, sobald es die Situation wieder zulässt.

Gelände rund um das Rudolph – Brandes – Gymnasium wird zunehmend attraktiver

Reckstangen und Niedrigkletterseilgarten entwickeln Geschicklichkeit und Kraft, die Tischtennisplatten laden zum sportlichen Spiel, Ruhe und Raum für Gespräch und gemeinsames Lernen bieten die anderen Installationen auf dem Schulgelände.

Wer am Wochenende das Schulgelände betritt, kann sich von der vielfältigen Nutzung des Geländes überzeugen. Eltern mit ihren Kindern oder Großeltern mit Enkeln finden Spielmöglichkeiten genauso wie einzelne Sportler. Das Schulgelände hat nicht nur für das RBG sondern für das gesamte Quartier in Schötmar an Attraktivität gewonnen.

Felsenforum Foto: RBG

Erst im April 2020 ist mit Einsatz schweren Geräts und handwerklichem Geschick Stefan Wrobels, Mitarbeiter der Ideenwerkstatt Lebens(t)raum e.V., ein Felsenforum in den Hang vor der Schwimmhalle modelliert worden und somit eine neue Attraktion auf dem Schulgelände entstanden – ein Ort der Begegnung, des Unterrichts oder für Zuschauer einer Theateraufführung.
Leider konnte aufgrund der Corona-Pandemie das erste Mal die Schulgemeinschaft nicht tatkräftig mitwirken.

Auch im Jahr 2020 ist die Umgestaltung des Schulgeländes nur mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Bad Salzuflen, ergänzt durch Fördergelder der IKEA-Stiftung in Höhe von 30 000€, in diesem Umfang möglich. Denn auf der Wunschliste für die Gestaltung des Schulhofes stehen noch einige Vorhaben, die in diesem Jahr verwirklicht werden sollen.

So sollen
– Sträucher in der Nähe des Felsenforums gepflanzt werden und dort ein weiterer Lernort in der Natur, ein grünes Klassenzimmer, entstehen,
– der Mensaaußenbereich mit weiteren Tischen und Bänken und eventuell mit einer Überdachung durch ein Segel versehen werden,
– eine Boulebahn, ergänzt durch Sitzgelegenheiten aus Fels und Holz, gebaut werden,
– die Street – Art Pläne der Kunst-AG des RBG und eine Mosaikpflasterung umgesetzt werden

– und schließlich soll der Platz vor dem Gebäudeteil C einladender gestaltet werden.

Die vorbereitenden Arbeiten durch Herrn Wrobel und den Mitarbeiter*innen der „Ideenwerkstatt Lebens(t)raum e.V. beginnen in der 39. KW vom 21. bis 24.09.2020. Der Baueinsatz mit der Schulgemeinschaft ist für Freitag, den 25.09.20  und Samstag, den 26.9.2020, geplant.

Zur Durchführung und Anleitung des Baueinsatzes sollen unter Einhaltung der dann geltenden Hygienevorschriften die Helfer*innen des Baueinsatzes in verschiedene Projektgruppen, z.B. Projektgruppe „Felsenforum“ eingeteilt werden. Diese Gruppe bleibt an diesen Tagen während der Bautätigkeit zusammen.

Sie können/ihr könnt jederzeit auch stundenweise dabei sein. Bitte meldet euch/melden Sie sich an. Familien sind herzlich eingeladen mit zu helfen. Jede Hilfe wird gebraucht. Handwerkliches Geschick ist nicht zwingend notwendig, denn es gibt genug Arbeiten, die jeder verrichten kann.

Die Mitarbeiter*innen der Ideenwerkstatt u.a. Helfer*innen werden Sie/euch zu Beginn in die Arbeiten einweisen. Hinweise darauf, was Sie/ihr an eigenem Werkzeug mitbringen solltet/sollten findet ihr/finden Sie auf www.schulhof-rbg.de
Sollten Sie/solltet ihr also an einem der Tage oder an beiden Tagen helfen wollen, so melden/meldet Sie sich/euch bitte unter
foerster-henrich@rudolph-brandes-Gymnasium. de oder https://www.schulhof-rbg.de/anmeldung-5-baueinsatz/ an.

Schüler*innen können sich aber auch bei ihrer Klassenlehrerin oder ihrem Klassenlehrer bzw. Jahrgangsstufenleiter/-in unter Angabe des Zeitrahmens und ihrer Email-Adresse anmelden.

Zurzeit können noch keine Aussagen getroffen werden, ob der nunmehr 5. Baueinsatz mit der Schulgemeinschaft auf bewährte Art und Weise stattfinden kann. Wir hoffen alle sehr, dass uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.

M. Foerster-Henrich   29.7.2020

Open-Air-Forum auf unserem Schulhof

Die Lippische Neueste Nachrichten berichtete am 16.05. 2020.

Neue Attraktion auf unserem Schulhof

Die Lippische Landeszeitung berichtete am 12.05.2020.

 

Medienscouts als Ansprechpartner für ihre Mitschüler

Die Lippischen Neuesten Nachrichten berichteten am 08.02.2020.

 

 

Bericht über die Baumaussaat-Aktion 2019

Mimi Pikutic, Akay Arslan und Berfin Cakmak mit Saatgut

Im November begaben wir, die Philosophie-Kurse des RBG, uns auf eine Baumsaataktion, um unserer Umwelt etwas Gutes zu tun.

Die Förster Herr Boldt bzw. Herr von Leffern haben uns vor Ort, am Asenberg, über Funktionen der Bäume und über Ursachen und Folgen des Baumsterbens aufgeklärt. Der Sturm Friederike hat 2018 erheblichen Schaden in den Wäldern angerichtet. Aber auch zwei Trockensommer, so wie Borkenkäfer waren Ursachen für die Waldschäden.

Schon Mitte des 20. Jahrhunderts haben die sogenannten Kulturfrauen, in niedersächsischen Wäldern Aufforstung betrieben. Wer sich noch an die 50-Pfennig-Münze erinnert, kennt noch das Motiv des Baumpflanzens.

Auch die Biologin und Umweltschützerin Cora Brandt informierte uns im Voraus über die Funktionen der Bäume und wie wir bei der Verhinderung des Klimawandels helfen können.

Bäume sind wichtige Bestandteile, um den CO2 Ausstoß in Sauerstoff umzuwandeln und somit zu verhindern, dass so viele Ausstöße in unsere Atmosphäre gelangen. Sie gleichen Wetterextreme aus, bieten Schatten, sind beruhigend und entspannend, reduzieren Feinstaub und senden Stoffe, die unsere Gesundheit unterstützen.

Um den Verlust der Bäume zu kompensieren, entschieden sich die Philosophie-Kurse unserer jetzigen EF dafür, selber Bäume zu säen. Zur Umsetzung haben wir zu Beginn Eicheln gesammelt, da Eichen sehr resistent gegen Schädlinge sind. Später haben wir mit Akazienstangen ein Loch in den Boden gemacht und die Eichel einfach hineingelegt. Danach ein bisschen Humus über die Eichel und fertig. Herrn Boldt zufolge setzten sich 50% unserer gesäten Eicheln durch und werden zu richtigen Bäumen.

Zusammenfassend fanden wir diese Aktion sehr gut, da sie nicht nur Spaß gemacht hat, sondern wir auch etwas Gutes für uns und unsere Natur gemacht haben. Es ist wirklich nicht schwer, unserer Umwelt zu helfen. Hoffentlich sehen wir in zwei bis drei Jahren schon unsere selbst gesäten Bäumchen.

 

Helen Jahns-Kantelberg, Mimi Pikutic, Laura Stoll aus der EF